Wenn du ins Referendariat startest, passiert bei fast allen das Gleiche: Du hörst ständig „Beamte verdienen doch gut“ – und dann kommt der erste Monat, du zahlst plötzlich PKV, hast Startkosten am Hals und denkst dir: „Okay… wo ist das Geld hin?“
Das ist kein Einzelfall. Das ist normal.
Nicht, weil du schlecht verdienst, sondern weil du mit einer falschen Erwartung startest – und weil dir vorher niemand sauber erklärt, wie du dir deine echte Monatsrealität zusammenbaust.
Dieser Text ist dafür da, dass du nicht raten musst. Kein Fachchinesisch, keine Panikmache – nur ein sauberer Plan, wie du in 10–15 Minuten rausfindest, was du im Referendariat wirklich verdienst, welche Abzüge relevant sind und warum die ersten Monate finanziell oft die härtesten sind.
Der größte Fehler ist, dass Menschen mit einem Netto starten, das sie irgendwo aufgeschnappt haben. Von Freunden, aus einem Forum, aus einem TikTok-Kommentar. Das Problem: Diese Zahlen sind fast immer wertlos, weil sie von Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenversicherung und Bundesland abhängen.
Du brauchst als Grundlage erstmal nur eins:
Was ist die passende Brutto-Zahl für dein Bundesland?
Und ja: Genau dafür ist die Seite, die du genannt hast, super praktisch. Du gehst auf:
https://oeffentlicher-dienst.info/beamte/by/
Dort findest du übersichtlich Tabellen und Werte zur Besoldung im öffentlichen Dienst – und kannst dir dein Bundesland entsprechend raussuchen.
Wichtig ist nur: Das ist eine Übersichtsseite, kein Amt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du später einmal kurz mit der offiziellen Tabelle gegenchecken – aber als Ausgangspunkt reicht dir das in 95% der Fälle völlig.
Mach’s so:
Und jetzt kommt der entscheidende Teil: Du hörst auf, dich zu vergleichen. Nicht mit A13-Vollzeit, nicht mit fertigen Lehrern, nicht mit dem Kollegen, der „irgendwas mit 2.300 netto“ erzählt. Im Referendariat ist das eine andere Phase.